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Normrevision der DIN EN ISO 9001 … wie kann ich überprüfen inwieweit das QM-System meines Unternehmens die veränderten Anforderungen erfüllt?

Herausforderungen bei der Reorganisation der QM-Systeme sind m.E. gar nicht „nur“ die neuen expliziten Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015, wie z.B. der Umgang mit Chancen und Risiken oder die Aufgaben das Wissen als wichtige Ressource zu generieren und zu bewahren, sondern insbesondere der „neue Geist“ der diese Norm charakterisiert.

Leitungen sind (endlich wieder) uneingeschränkt verantwortlich und werden nicht durch formale Forderungen (z.B. einem QM-Handbuch, einem QM-Beauftragten, …) bevormundet! Dies macht die Aufgabenstellung nicht unbedingt leichter, aber erhöht die Wirksamkeit.

Dies beginnt bei der Ermittlung und Bewertung des Kontextes, was nichts anderes bedeutet als Schwerpunkte zu setzen und Anderes auszuklammern bzw. mit geringerer Intensität – als anteilig bisher von der Norm gefordert – zu behandeln, eben entsprechend der konkreten Anforderungen und (Rand)bedingungen der Organisation.

Ob beim Auditprogramm, bei der Erwägung der Einbeziehung empfohlener Aspekte der Managementbewertung, bei der Festlegung der Art und Weise dokumentierter Informationen, bis hin zur Festlegung der Verantwortlichkeiten für die administrativen Aufgaben und Lenkung der QM-Entwicklung, gilt es den Status Quo zu hinterfragen (was nicht gleichbedeutend ist, ihn in Frage zu stellen) und Vorgaben und Festlegungen zu verändern.

Das ISO 9001-Portal bildet mit über 450 offenen Fragen alle Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 ab und ist geeignet, in Prozessen der Selbst- und Fremdreflexion, den Reorganisationsprozess in seiner ganzen Komplexität zu unterstützen. Dabei ist es der Organisation überlassen, mit welchem Themenkomplex und in welcher Reihenfolge sie vorgeht. Durch die Möglichkeit den Standard-Fragenkatalog mit eigenen Themenkomplexen, -bereichen und Fragen zu ergänzen, können Organisationen jeglicher Art mit der datenbankbasierten Software arbeiten.

Bertold Hellriegel