Wirkungsorientierung

Die Festlegung von Zielen - nicht Ergebnisse von Prozessen - sondern zu erreichende „Wirkungen für konkrete Zielgruppen“ ist der Ausgangspunkt von wirkungsorientiertem Handeln. Mittels geeigneter Indikatoren das Wirken des eigenen Handelns zu steuern, ohne dabei komplexe Sachverhalte zu simplifizieren oder im anderen Extrem in einen Dokumentationsirrsinn zu verfallen, ist hoher Anspruch dieses Ansatzes.

Insbesondere für soziale Organisationen, deren Wirkungen oder gar Nutzen (hier im Sinne von: „für die Zielgruppe gewünschte Wirkung“ – im Gegensatz zu unerwünschten Nebenwirkungen) aufgrund der nichtmateriellen Ergebnisse, der wesentlichen Einflüsse der Umwelt und nicht zuletzt der mehr oder weniger vorhandenen Mitwirkung der Zielgruppen, bisher kaum bis gar nicht nachweisbar sind, wäre eine wirkungsorientierte Steuerung sinnvoll.

Darstellung der Wirkungstreppezoom

Quelle: Kursbuch Wirkung, Phineo gGmbH 2013

 
 

Wirkungen sollen möglichst präzise erfasst werden ohne dabei den Dokumentationsumfang zu Lasten der sozialen Arbeit weiter zu erhöhen.

Dies erfordert:

  1. die Auswahl der richtigen Indikatoren und
  2. die Erfassung, Sammlung, Aufbereitung und Auswertung der relevanten Daten zu den Indikatoren, mit geeigneten Mitteln und Methoden, im Idealfall ohne zusätzlichen Aufwand in den stattfindenden Prozessen.

Die Dokumentation der Ausgangslage, Ziele, festgelegter Maßnahmen, Tätigkeiten und Verläufe, einschließlich „Zielerreichung“ erfolgt derzeit mit einer Vielzahl von Methoden und Systemen. Diese reichen von:

  • formlosen (unstrukturierten) handschriftlichen Protokollen,
  • handschriftlich auszufüllenden Formblätter, Checklisten und Formularen,
  • in Word, Excel oder vergleichbaren Text- und Kalkulationsprogrammen unstrukturierten oder formalisierten Dokumenten,
  • speziellen branchenspezifischen Datenbanken, bis hin zu
  • hoch komplexen und mit diversen Planungs- und/oder betriebswirtschaftlichen Aufgaben verknüpften Datenbanksystemen.

Allen diesen Methoden und Systemen ist gemein, dass sie gar nicht oder nur teilweise die Informationen für wirkungsorientierte Steuerungen bereitstellen können. Dies liegt daran, dass alle Aufzeichnungsformen überwiegend nach innen orientiert organisiert sind.

„Wirkungsorientierung verweist die Organisation auf einen Ort außerhalb ihrer selbst. Auf den wichtigsten Ort überhaupt: Dort wo Kundennutzen zu Hause ist.“ (M. Gössler, Zeitschrift Organisations Entwicklung, Heft 3 – 2014, S. 68)

Die individuellen intendierten Wirkungen, Angebote, Kontexte, etc. der Anbieter sozialer Dienstleistungen und damit individuellen Auswahl der Indikatoren in der Wirkungsorientierung, an denen Wirkungen exemplarisch festgemacht werden, fordern u.E. individuell strukturierte Erfassungs- und Auswertungssysteme.

Unser Angebot beinhaltet nicht mehr und nicht weniger diese mit Ihnen und für Sie zu entwickeln und zu implementieren.

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